Ist der Aufwand bei einer Umschuldung wirklich so hoch? Eher nicht...

Wenn die Sollzinsbindung einer Baufinanzierung endet, dann neigen viele Immobilienbesitzer dazu gleich das Angebot der bisher finanzierenden Bank anzunehmen. Vielen scheuen den „Mehraufwand“ die Bank zu wechseln. Doch so zehrend ist ein Wechsel gar nicht und bringt sehr oft finanzielle Vorteile.

Was versteht man unter einer Umschuldung im Vergleich zu einer Prolongation?

Bei einer Prolongation finanzieren Sie bei Ihrem bisherigen Darlehensgeber weiter. Bei einer Umschuldung nutzen Sie das günstigere Angebot einer anderen Bank. Sie schulden Ihre bestehende Restschuld also um. Das machen Sie natürlich nur dann, wenn Sie durch die Umschuldung entsprechend sparen, d.h. der Darlehenszins der neuen Bank günstiger als die Konditionen der alten Bank ist. Diese Prüfung können Sie im Vorfeld durchführen (lassen), d.h. bevor Sie die notwendigen Unterlagen für einen Bankwechsel zusammenstellen. Wenn es sich nun finanziell lohnt und Sie Ihre Monatsrate dadurch etwas reduzieren können, dann können Sie die Unterlagen zusammenstellen. Dabei sind wir Ihnen gerne behilflich. 

Welche Unterlagen benötigen Sie für eine Umschuldung?

Grundsätzlich unterscheidet sich das natürlich von Bank zu Bank etwas. Aber im Groben werden ähnlich Nachweise verlangt:

  • aktueller Grundbuchauszug des Finanzierungsobjektes
  • Objektunterlagen (Wohnflächenberechnungen, Grundrisse, Nachweis der Modernisierungsmaßnahmen etc.)
  • Unterlagen zur persönlichen Einkommenssituation (Einkommensteuerbescheid, 3 aktuelle Gehaltsabrechnungen, bei Selbständigen: betriebswirtschaftliche Auswertungen)
  • bisheriger Darlehensvertrag und einen Darlehenskontoauszug (erhalten Sie 1x im Jahr von der Bank)

Verschaffen Sie sich also am besten einen umfassenden Marktüberblick und vergleichen Sie verschiedenste Banken miteinander. Hierbei unterstützen wir Sie gerne, denn genau das können wir sehr gut. Unter Berücksichtigung der durch die Umschuldung enstehenden Kosten bei der Übertragung der Sicherheiten kann ein günstigeres Angebot dann genau verglichen werden.

 

Beispiel der Zinsersparnis bei einer Umschuldung zu einem neuen Darlehensgeber

Umschuldung Restschuld Darlehen 190.000 Euro, Sollzinsbindung 10 Jahre, 3 % p.a. Tilgung.

Sollzins bisherige Bank: 1,84 %, Monatsrate: 766 Euro
Sollzinszins neue Bank: 1,49%, Rate: 711 Euro
monatliche Ersparnis: 55,00 Euro
Rechnerischer Ersparnis in 10 Jahren (ohne Sondertilgung): ca. 5.546 Euro

Davon abziehen muss man noch die Kosten für die Abtretung der Grundschuld (Notar- und Grundbuchkosten) auf die neue Bank. Diese Gebühr richtet sich nach der Höhe der eingetragenen Grundschuld im Grundbuch.

Beispiel Abtretungskosten

eingetragene Grundschuld = 250.000 Euro

  • wenn der Notar die Abtretung vollzieht: ca. 590 Euro (zzgl. Auslagen)
  • wenn die Bank die Abtretung vollzieht: ca. 360 Euro (zzgl. Auslagen)

 

Fazit: Lohnt sich der "Aufwand" bei einer anderen Bank abzuschließen?

Wer den kleinen Aufwand der Unterlagenbeschaffung nicht scheut (wohlgemerkt nachdem die Banken untereinander verglichen wurden), der kann sehr viel sparen. Letztlich müssen bei einer Umschuldung die Zinsen des neuen Kreditgebers so günstig sein, dass Aufwand und zusätzlich Kosten mehr als abgedeckt sind. 
Dabei gilt: Je höher das Restdarlehen ist, desto mehr lohnt sich eine Umschuldung auch bei nur kleinen prozentualen Unterschieden, da die Zins-Ersparnis in Euro dann sehr hoch ist. Wir unterstützen Sie bei dieser Frage gerne.

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